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    GÄRTEN

    Die Idee

    Die Nachbarschaftsgärten sind bunt und vielfältig.

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    WERKSTÄTTEN

    Radhaus

    Das Radhaus ist eine kleine chaotische Selbsthilfewerkstatt für Muskelbetriebenes.

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Chronik

Aus einer Initiative des Lindenauer Stadtteilvereins entstehen im Jahr 2004 die Nachbarschaftsgärten.

Fünf Eigentümer, von der Stadt Leipzig über eine Aktiengesellschaft bis zu Privatpersonen, stellen die Flächen für eine Zwischennutzung zur Verfügung. Die Eigentümer der Flächen nutzen die Flächen derzeit nicht und stellen sie freundlicherweise den Nachbarschaftsgärten zur Verfügung. Mit Unterstützung von jungen Leuten aus ganz Europa werden 2004 vom Lindenauer Stadtteilverein in zwei Baulagern die ersten Gartenflächen angelegt. Innerhalb von zwei Wochen entstehen zwölf Gärten, die von ersten Gärtnern bewirtschaften werden.

Im Jahr 2005 entstehen aus Mitteln des Förderprogramms URBAN II eine Fahrrad- und eine Holzwerkstatt in den ehemaligen Abrissgebäuden auf dem Gelände der Josephstraße 27. Im Jahr 2007 wird mit viel Enthusiasmus das erste Strohballenhaus Leipzigs als ökologisches Pionierprojekt errichtet. Es gibt verschiedene Workshopreihen zur Blockentwicklung in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Auch der Garten wird vielfältig genutzt. Zum Beispiel zum Heumachen oder durch die Haltung von Minischweinen. 2006 findet der erste Freiflächensalon auf dem Gelände der Nachbarschaftsgärten statt und wurde seitdem immer wieder neu und gern gesehen in den Gärten aufgelegt. 2008 gründen sich die Nachbarschaftsgärten e.V. aus dem Lindenauer Stadtteilverein aus.

Die Gärten wachsen, die Anzahl der Mitglieder steigt und die Selbsthilfewerkstätten erfahren immer mehr Zuspruch. Es gibt viele Projekte im Bereich der Blockentwicklung, wie zum Beispiel . »Nachhaltiges Energiekonzept für den Block« (»Aktion Mensch«), »Was liegt brach?« (Freiflächensalon), »Solarküche« (ESF, »Stärken vor Ort«) und »Jugend im Bildhauerviertel« (ExWoSt).

Auf den Gemeinschaftsflächen werden mit viel Kreativität und Engagement der Gartennutzer Spielflächen, Stallungen und eine Feuerstelle gebaut. Die Gärten sind seither Plattform für jegliche Art von Ideen, wie zum Beispiel »Kochen im Erdloch«, Permakulturen, Solarküche oder einen geodetischen Dom.

Die Zwischennutzung der Brachflächen durch die Gärten stoppt nicht nur die Verwahrlosung ungenutzter Gelände, sondern trägt auch sichtbar zur Aufwertung des Stadtteils bei. Immer mehr Familien ziehen zu, aus dem Umfeld der Gärten heraus entstehen Hausprojekte und eine aktive Nachbarschaft denkt ihr Viertel mit.

Die Existenz der Nachbarschaftsgärten ist durch ein mögliches Ende der Zwischennutzung jedoch unsicher. Denn mit der Attraktivität der Gärten steigt die Lukrativität der momentan noch »überlassenen« Grundstücke.